- KLASSENSTUFE
- Klasse 7 & 8
Klasse 9 & 10
- ARBEITSBEREICH
- Grafik
Malerei/Farbe
- SCHWIERIGKEIT
- ⬣ ⬣ ⎔
- ZEITAUFWAND
- ⬣ ⬣ ⎔
Benötigte Materialien
Arbeitsauftrag
Menschen haben schon immer Spuren hinterlassen – früher an Höhlenwänden, heute im digitalen Raum.
Gestalte gemeinsam mit deiner Klasse ein Gemeinschaftswerk zum Thema: „Ich war hier“.
Zeige darin, wie wir heute sichtbar werden und welche Spuren wir hinterlassen.
Am Ende wird euer Werk in einem großen Smartphone-Rahmen im Schulhaus präsentiert.
Auf einen Blick
Was bedeutet es, eine Spur zu hinterlassen? Und was bleibt davon in einer digitalen Welt, in der unendlich viele Bilder entstehen und wieder verschwinden?
In dieser Unterrichtsreihe setzen sich Schüler*innen der Sekundarstufe I mit der Verbindung von Höhlenmalerei und digitaler Lebenswelt auseinander. Ausgehend von den frühen Bildspuren in der Höhle von Lascaux und der Cueva de las Manos entwickeln sie eigene Silhouetten, indem sie Positiv- und Negativschablonen ihrer Körper erstellen und mit gepresster Zeichenkohle und Zeichenkreide durch Reiben und Verwischen sowohl Innen- als auch Umraumflächen gestalten.
Im Verlauf der Unterrichtseinheit entstehen durch Überlagerung, Verwischung und Verdichtung vielschichtige Bildräume, die Fragen nach Sichtbarkeit, Präsenz und Vergänglichkeit aufwerfen. Ergänzt durch visuelle Elemente aus sozialen Medien wird die Arbeit in einen gegenwärtigen Kontext überführt.
Den Abschluss bildet ein gemeinschaftliches Großformat, das in Form eines überdimensionalen Smartphones im Schulhaus präsentiert wird und die Parallele zwischen archaischer Spur und digitalem Feed sichtbar macht.
Step by Step
Die Unterrichtseinheit beginnt mit einer rezeptiven Annäherung an das Thema „Spuren hinterlassen“ als grundlegendes menschliches Ausdrucksbedürfnis. Ziel dieser Phase ist es, ein erstes Verständnis dafür zu entwickeln, warum Menschen Bilder hinterlassen und welche Bedeutung diese bis heute haben.
Den Einstieg bildet ein virtueller Rundgang (Link zum dreiminütigen Film) durch die Höhle von Lascaux (Frankreich), der gemeinsam im Klassenverband durchgeführt wird. Die Schülerinnen und Schüler erkunden dabei die Höhlenräume und entdecken Wandmalereien mit Tierdarstellungen und schemenhaften Figuren, die zwischen 17.000 – 15.000 v. Chr. entstanden sind. Ergänzend werden ausgewählte Bildausschnitte aus der Höhle von Lascaux und der Cueva de las Manos gezeigt, um Details gezielt zu betrachten.
IMPULSE FÜR DAS UNTERRICHTSGESPRÄCH:
- Was genau erkennt ihr auf den Felswänden?
(z. B. Tiere, Linien, Waffen, Hände, schemenhafte Figuren) - Wie könnten diese Spuren auf die Felswand gelangt sein?
(z. B. durch Auflegen der Hand, Auftragen oder Aufreiben von Pigmenten, Arbeiten mit einfachen Hilfsmitteln) - Was könnte Menschen dazu bewegt haben, solche Zeichen und Abdrücke an den Felswänden zu hinterlassen?
(z. B. Wunsch, sichtbar zu sein, etwas festzuhalten, Spuren zu hinterlassen, Teil einer Gemeinschaft zu sein)
Die Schüler*innen formulieren Vermutungen und nähern sich so dem Gedanken an, dass es sich bei den Höhlenmalereien nicht nur um Darstellungen, sondern um Zeichen von Präsenz handelt. Der Gedanke „Ich war hier“ wird als mögliches Motiv gemeinsam entwickelt.
Darauf aufbauend wird die technische Umsetzung der Höhlenmalerei thematisiert: natürliche Pigmente, einfache Werkzeuge und insbesondere die Arbeit mit Schablonen und Negativformen (z. B. bei Handabdrücken in der Cueva de las Manos (Argentinien)). Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für die spätere praktische Arbeit.
Die Phase bleibt bewusst noch auf der Ebene der Wahrnehmung und des Verstehens. Sie zielt darauf ab, ein anthropologisches Grundbedürfnis sichtbar zu machen: den Wunsch, Spuren zu hinterlassen und wahrgenommen zu werden. Dieser Gedanke bildet das inhaltliche Fundament für die folgende praktische Erprobung und die spätere Übertragung in die digitale Lebenswelt der Schüler*innen.
Didaktischer-methodischer Kommentar
Im Zentrum dieser Unterrichtseinheit steht die Auseinandersetzung mit einem grundlegenden anthropologischen Motiv: dem menschlichen Bedürfnis, Spuren zu hinterlassen und sich selbst zu vergegenwärtigen. Die frühen Bildzeichen an den Wänden der Höhle von Lascaux oder der Cueva de las Manos werden dabei nicht primär als kunsthistorische Objekte verstanden, sondern als Ausdruck eines existenziellen Handelns. Handabdrücke, Tierdarstellungen und lineare Zeichen markieren Präsenz. Sie sind weniger „Bilder“ im heutigen Sinne als vielmehr Spuren einer persönlichen Vergegenwärtigung.
Kunst als unmittelbare Handlung
Für den Kunstunterricht eröffnet diese Perspektive einen zentralen Zugang: Kunst wird nicht als nachträgliche Darstellung von Wirklichkeit begriffen, sondern als unmittelbare Handlung und als ein Sich-Einschreiben in die Welt. Gerade in der Sekundarstufe I ermöglicht dieser Ansatz eine niedrigschwellige, zugleich tiefgehende Annäherung an künstlerische Prozesse, da er an ein universelles menschliches Bedürfnis anknüpft.
Die praktische Arbeit mit Schablonen, Positiv- und Negativformen sowie mit Kohle als elementarem Material greift diese ursprünglichen Verfahren auf und überführt sie in eine gegenwärtige Bildpraxis. Die Schüler*innen erfahren dabei, wie sich durch Reduktion, Abdruck und Überlagerung Bedeutung erzeugen lässt.
Gegenwartsbezug
Gleichzeitig wird ein bewusster Gegenwartsbezug hergestellt: In digitalen Räumen hinterlassen Jugendliche in Form von Bildern, Posts und Interaktionen kontinuierlich Spuren. Diese sind jedoch geprägt von Schnelllebigkeit, Überlagerung und quantifizierter Resonanz. Die Unterrichtseinheit setzt genau hier an, ohne zu moralisieren: Sie schafft einen Reflexionsraum, in dem die Parallele zwischen archaischer Spur und digitaler Sichtbarkeit erfahrbar wird.
Spannungsfeld zwischen Dauer und Vergänglichkeit
Didaktisch entsteht so ein Spannungsfeld zwischen Dauer und Vergänglichkeit, zwischen körperlicher Spur und digitalem Bild, zwischen individueller Präsenz und kollektiver Überlagerung. Die Schüler*innen bewegen sich in diesem Feld sowohl praktisch-gestaltend als auch reflektierend. Der Kunstunterricht eröffnet damit nicht nur Zugänge zu grundlegenden bildnerischen Verfahren, sondern ermöglicht auch eine bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Position in einer visuell geprägten Gegenwart.
Vom Körper zur Silhouette
Im Anschluss an die rezeptive Auseinandersetzung mit den Spuren in der Höhlen folgt eine erste praktische Erprobungsphase, in der die Schüler*innen zentrale gestalterische Verfahren kennenlernen und erproben. Diese Phase dient der materialbezogenen Annäherung ebenso wie der Entwicklung eines grundlegenden Verständnisses für menschliche Proportionen und Schablonentechnik.
Zu Beginn steht die Einführung in den Begriff der Silhouette sowie in grundlegende Proportionsverhältnisse des menschlichen Körpers. Ziel ist es, den dreidimensionalen Körper in eine zweidimensionale, flächige Figur zu überführen, die sich auf ihre äußere Kontur reduziert und ohne Binnenzeichnung auskommt.
Je nach räumlichen Möglichkeiten kann dies anschaulich über eine praktische Inszenierung erfolgen: Eine Schülerin oder ein Schüler nimmt hinter einem gespannten Tuch eine markante Körperhaltung ein, sodass die Körperkontur als Schattenriss deutlich sichtbar wird. Alternativ können geeignete Bildbeispiele von Silhouetten herangezogen werden.
Im gemeinsamen Gespräch wird herausgearbeitet, wodurch eine solche reduzierte Darstellung dennoch eindeutig lesbar bleibt. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Körperhaltung (Pose) sowie grundlegende Proportionsverhältnisse zwischen Kopf, Rumpf und Gliedmaßen. Auf diese Weise wird deutlich, dass die Wiedererkennbarkeit einer Figur nicht an Details gebunden ist, sondern wesentlich durch ihre äußere Form bestimmt wird.
Auf dieser Grundlage zeichnen die Schüler*innen eine eigene menschliche Figur auf ein kräftiges Tonpapier im DIN-A4-Format. Dabei wird darauf geachtet, dass die Figur als geschlossene Form angelegt ist und alle Körperteile miteinander verbunden bleiben.
Schablonen: Positiv- und Negativform
Im nächsten Schritt wird die Figur mit dem Cutter sorgfältig ausgeschnitten. Es entstehen zwei zentrale Arbeitsmittel:
- die Positivform (die ausgeschnittene Figur selbst)
- die Negativform (das verbleibende Blatt mit der ausgesparten Figur)
Beide Formen werden im Anschluss in einer experimentellen Erprobung genutzt. Auf einem Übungsblatt (ebenfalls DIN A4) untersuchen die Schüler*innen die Wirkung von Positiv- und Negativschablonen sowie den Umgang mit gepresster Zeichenkohle und Zeichenkreide.
Bei der Arbeit mit der Negativform wird das Tonpapier mit der ausgesparten Figur auf den Bildträger gelegt. Mit der breiten Seite der gepressten Zeichenkohle oder Kreide wird das Pigment entlang der Schablonenkante aufgetragen. Entscheidend ist hierbei die Bewegung: Es wird von der Kante weg gearbeitet, um zu vermeiden, dass Pigment unter die Schablone gelangt. Anschließend wird das aufgetragene Material mit dem Finger innerhalb der Form verrieben und verwischt, sodass eine geschlossene, tonige Fläche entsteht. Nach dem Abheben der Schablone erscheint die Figur als gefüllte Form auf dem Blatt.
Bei der Arbeit mit der Positivform wird die ausgeschnittene Figur direkt auf den Bildträger gelegt. Nun wird das Pigment um die Figur herum aufgetragen und nach außen hin verrieben. Die Figur selbst bleibt dabei ausgespart und erscheint als helle Form im Kontrast zum bearbeiteten Umraum. Es entsteht eine deutliche Figur-Grund-Beziehung, die durch Hell-Dunkel-Kontraste geprägt ist.
Überlagerung und Komposition
Im weiteren Verlauf können die Schüler*innen mehrere Abdrücke übereinanderlegen und so erste Erfahrungen mit Überlagerung, Verdichtung und Streuung sammeln. Dabei werden grundlegende Aspekte der Bildkomposition thematisiert, etwa die Wirkung von Ballung und Verteilung im Bildraum.
Materialbewusstsein und Abschluss
Begleitend werden auch praktische Aspekte des Arbeitens mit Kohle und Kreide berücksichtigt: Die Tische sollten geschützt werden, ein achtsamer Umgang mit dem Material (kein Verpusten der Pigmente) wird eingeführt. Nach Abschluss der Arbeit werden die Blätter vorsichtig in der Waagrechten in das Trockengestell transportiert und dort mit Fixativ-Spray fixiert.
Diese Erprobungsphase schafft die notwendige Grundlage für die weitere Arbeit am Gemeinschaftsvorhaben: Die Schüler*innen entwickeln ein erstes Verständnis für die Gestaltungsmöglichkeiten mit Schablonen, für den Umgang mit flächigem Pigmentauftrag und für die ästhetischen Möglichkeiten von Reduktion und Spur. Gleichzeitig wird der Übergang von der rezeptiven Auseinandersetzung zur eigenständigen bildnerischen Produktion vollzogen.
Die zweite Doppelstunde wird mit einem stummen Impuls eingeläutet: Ein Bild einer jugendlichen Person mit Smartphone wird projiziert und den Höhlenmalereien der vorherigen Stunde gegenübergestellt. Ohne unmittelbare Kommentierung eröffnet sich ein Spannungsraum zwischen zwei scheinbar weit auseinanderliegenden Bildwelten.
Im anschließenden Unterrichtsgespräch werden erste Assoziationen gesammelt und behutsam gelenkt:
- Wie und wo hinterlassen Menschen heute ihre Spuren?
- Was bedeutet es, gesehen zu werden?
- Was passiert mit Bildern und Beiträgen im digitalen Raum?
Ziel ist es, Parallelen sichtbar zu machen, ohne zu werten oder zu moralisieren. Die Schüler*innen erkennen, dass sowohl die Spuren an Felswänden als auch digitale Beiträge Ausdruck eines grundlegenden Bedürfnisses sind: Wahrgenommen zu werden und Präsenz zu zeigen.
Im weiteren Gespräch werden zwei zentrale Aspekte herausgearbeitet und mit der bereits erprobten Schablonentechnik verknüpft:
Dauer und Speicherung:
Digitale Inhalte verschwinden nicht einfach. Sie bleiben grundsätzlich erhalten, auch wenn sie durch neue Inhalte überlagert werden (z. B. durch Screenshots oder Archivierung). Dieser Gedanke lässt sich auf die bisherige bildnerische Erfahrung übertragen: Auch wenn mehrere Schichten übereinandergelegt werden, bleiben die darunterliegenden Spuren Teil des Gesamtbildes.
Überlagerung und Schnelllebigkeit:
Im digitalen „Feed“ werden Inhalte ständig durch neue Beiträge nach unten verdrängt. Sichtbarkeit ist nur temporär und muss immer wieder neu erzeugt werden. Auch dieses Prinzip findet sich im bisherigen Arbeitsprozess wieder: Neue Figuren überdecken bestehende Formen, verschieben Gewichtungen und verändern die Gesamtwirkung der Komposition.
Diese Reflexionsphase schafft eine inhaltliche Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und bereitet die folgende praktische Arbeit konzeptionell vor.
Aufbauend auf der inhaltlichen Klärung folgt die zweite zentrale Arbeitsphase, in der die Schüler*innen ihre bisherigen Erfahrungen in ein gemeinschaftliches Großformat übertragen.
An mehreren Gruppentischen werden großformatige Tonpapiere ausgelegt. Die Schüler*innen verteilen sich auf die Arbeitsplätze und beginnen, ihre bereits entwickelten sowie neue Schablonen einzusetzen. Neben den figurativen Silhouetten können nun auch vereinfachte Symbole aus der digitalen Lebenswelt (z. B. abstrahierte Icons) als zusätzliche Schablonen integriert werden.
Die Arbeitsweise bleibt prozessorientiert und offen angelegt.
Die Schüler*innen bewegen sich zwischen den Arbeitsplätzen, setzen ihre Formen an unterschiedlichen Stellen und reagieren auf bereits vorhandene Spuren. Es entsteht ein fortlaufender Bildprozess, in dem sich die einzelnen Figuren und Formen überlagern, verdichten und gegenseitig beeinflussen.
Gearbeitet wird weiterhin mit gepresster Zeichenkohle und Kreiden in Grautönen, Schwarz und Brauntönen. Durch die Kombination von Positiv- und Negativschablonen entstehen differenzierte Hell-Dunkel-Kontraste sowie ein komplexes Geflecht aus Figur und Umraum.
Zwischenphasen des Innehaltens und der gemeinsamen Betrachtung sind integraler Bestandteil des Prozesses. Hier werden zentrale gestalterische Aspekte aufgegriffen und vertieft.
IMPULSE FÜR DAS UNTERRICHTSGESPRÄCH:
- Wo entstehen Ballungen und Verdichtungen?
- Wo bleiben Leerstellen und welche Wirkung haben sie?
- Wie verändert sich die Bildwirkung durch Überlagerung?
- Welche Formen treten in den Vordergrund, welche treten zurück?
Gleichzeitig wird immer wieder der inhaltliche Bezug zur vorangegangenen Reflexion hergestellt: Die Schüler*innen erleben unmittelbar, wie sich das Prinzip von Sichtbarkeit, Überlagerung und Spur im eigenen Tun manifestiert.
So entsteht Schritt für Schritt ein großformatiges Gemeinschaftswerk, das nicht nur Ergebnis eines gestalterischen Prozesses ist, sondern auch als visuelle Verdichtung der inhaltlichen Auseinandersetzung gelesen werden kann.
Die dritte Doppelstunde steht im Zeichen der Ausgestaltung und Präsentation. Ziel ist es, das bereits entstandene Gemeinschaftsbild in einen bedeutungstragenden Kontext zu überführen und die inhaltliche Idee der Unterrichtsreihe sichtbar zu machen.
Zu Beginn wird die Lerngruppe in zwei Arbeitsgruppen geteilt, die parallel an unterschiedlichen, sich ergänzenden Teilaufgaben arbeiten.
Gruppe 1: Konstruktion und Gestaltung des Smartphone-Rahmens
Diese Gruppe entwickelt den überdimensionalen Präsentationsrahmen in Form eines Smartphones. Ausgangspunkt ist eine großformatige Kartonage, auf die die Umrissform eines Smartphones übertragen wird. Unter Beachtung einer kurzen Sicherheitsbelehrung zum Umgang mit dem Cutter schneiden die Schüler*innen die äußere Form sowie die innere Bildschirmfläche sorgfältig aus.
Die Gestaltung orientiert sich bewusst an einer reduzierten Formensprache: Charakteristische Elemente wie abgerundete Ecken, seitliche Andeutungen von Tasten oder ein angedeuteter Home-Button können integriert werden, ohne vom späteren Bildinhalt abzulenken.
Im Anschluss wird der Rahmen mit Acrylfarbe farblich gefasst, sodass eine klare, ruhige Rahmung entsteht. Nach dem Trocknen wird das in der vorherigen Kunststunde entstandene großformatige Gemeinschaftsbild passgenau hinter die ausgeschnittene Bildschirmfläche geklebt. Es wird so zum „Inhalt“ des Smartphones und erhält eine neue kontextuelle Lesart.
Gruppe 2: Gestaltung von Reaktionssymbolen und Interface-Elementen
Parallel dazu entwickelt die zweite Gruppe zeichnerisch und malerisch vereinfachte Symbole aus der digitalen Bildsprache. Dazu zählen beispielsweise Herzsymbole, Sprechblasen, Kommentarzeichen oder abstrahierte Interaktionssymbole.
Die Motive werden zunächst mit Bleistift und unter Zuhilfenahme von Zirkeln und Linealen auf Tonpapier vorgezeichnet. Anschließend werden sie mit Acrylfarbe deckend ausgearbeitet. Wichtig ist hierbei eine reduzierte, prägnante Formgebung, die sich an der klaren Bildsprache digitaler Interfaces orientiert.
Zusammenführung der Bildelemente
Im weiteren Verlauf der Stunde werden beide Arbeitsergebnisse zusammengeführt. Die gestalteten Icons werden um den Smartphone-Rahmen herum aufgeklebt oder mithilfe von Nadeln befestigt. Dadurch entsteht eine visuelle Erweiterung des Bildraums, die an die Logik digitaler Feeds und Interaktionsflächen erinnert.
Präsentation im Schulhaus
Die fertigen Arbeiten – mehrere etwa 1,50 m hohe Smartphone-Formate – werden an einer gut sichtbaren Stelle im Schulhaus installiert. Ergänzend werden Reproduktionen von Höhlenmalereien daneben platziert, um die inhaltliche Verbindung für Betrachter*innen unmittelbar nachvollziehbar zu machen.
Es empfiehlt sich, einen begleitenden Infotext anzubringen, der zentrale Gedanken des Projekts zusammenfasst und zur Reflexion anregt. Gerne kann unsere Infoseite als kostenloses PDF heruntergeladen und ausgedruckt werden.
So entsteht eine Ausstellungssituation, die nicht nur Ergebnisse präsentiert, sondern gezielt Fragen aufwirft und zur Auseinandersetzung einlädt.
Die Bewertung dieser Unterrichtsreihe erfordert eine bewusst differenzierte Perspektive, da sich individuelle bildnerische Leistungen und kollektive Gestaltungsprozesse eng miteinander verschränken. Im Sinne aktueller kunstdidaktischer Positionen steht dabei nicht ausschließlich das fertige Produkt im Mittelpunkt, sondern insbesondere der gestalterische Prozess, die Reflexionsfähigkeit sowie die Beteiligung an gemeinschaftlichen Arbeitsformen.
Ausgewählte Phasen können selbstverständlich bewertet und andere als ergebnisoffene Erfahrungsräume reflektiert werden.
Nicht jede im Kunstunterricht erbrachte Leistung muss zwingend benotet werden. Gerade die gemeinschaftliche Großarbeit lebt von Offenheit, Experiment und Aushandlungsprozessen. Es ist aber dennoch sinnvoll, den Gestaltungsprozess individuell oder gemeinschaftlich zu reflektieren.
Zur Unterstützung der Selbst- und Fremdeinschätzung kann ein Kriterienkatalog dienen, der sowohl individuelle als auch kollektive Aspekte berücksichtigt
MÖGLICHE KRITERIEN
MATERIALIEN DOWNLOAD & PRINT
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Über den Autor
Simon
Simon ist Kunstlehrer an einer Realschule in Baden-Württemberg. In seinem Klassenzimmer bemüht er sich, seinen Schülern authentische und aussagekräftige Erfahrungen zu bieten, die Imagination, Kreativität und Zusammenarbeit fördern und die Kinder und Jugendliche dazu herausfordern, Fähigkeiten zur Problemlösung und zum kritischen Denken zu entwickeln. Er versucht seinen Schülern einen sicheren Ort zu bieten, an dem sie sich frei ausdrücken und durch persönliches Erproben wachsen können.










































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